1961 als letzter von sechs Jungs in Garßen (Niedersachsen) geboren. Im Alter von sechs Jahren ließen sich meine Eltern scheiden. Dies hatte zur Folge, dass mein Vater nicht immer für uns da sein konnte. Er arbeitete Tag und Nacht, damit seine Jungs nicht hungern mussten.

Ich wurde aus der 6. Klasse der Volksschule ohne Abschluss entlassen. In dieser Zeit war ich mehr Gast als Schüler. Auch war ich schon immer ein Rebell; dies muss ich wohl von meinem Vorfahr geerbt haben, dem Bauerngeneral Georg Kresse.

Schreiben und Lesen habe ich mir zu achtzig Prozent selber beigebracht. Mit einem schweren Sprachfehler (Stottern) gab es für mich nur die Familie und die Natur. Ich wuchs zwischen Wäldern, Wiesen und meiner geliebten Sandkuhle auf. Immer schon fühlte ich mich der Natur verbunden. Sofern ich zuhause nicht arbeiten musste, zog es mich hinaus. Ich erschuf meine kleine heile Welt.

Mit zwanzig Jahren überwand ich meinen Sprachfehler. 1984 lernte ich meine Frau kennen. Wir heirateten 1988 und schenkten vier Kindern das Leben.

2005 erlitt ich einen Darmdurchbruch. Diese Krankheit riss mich aus meiner heilen Welt. Ich lag eine lange Zeit im Koma. Die Ärzte bereiteten meine Familie auf das Schlimmste vor. Doch ich bin immer ein Kämpfer gewesen, so trotzte ich dem Tod. Über ein Jahr trug ich einen künstlichen Darmausgang. Ich fand mich unförmig und nutzlos. In dieser Zeit stürzte ich in ein tiefes Loch und suchte Trost im Alkohol.

2007 verließ mich meine Frau mit meinen Kindern, die bis dahin mein Halt und Lebensinhalt gewesen sind. Nun stand ich vor dem Nichts und war eine kurze Zeit obdachlos. Doch ich kämpfte mich zurück ins Leben! Ich besuchte Schulen und bildete mich weiter. 2009 schrieb ich mein erstes Gedicht. So verarbeitete ich meine Vergangenheit und fand darin meine Begabung. Auch beruflich habe ich meine wahre Bestimmung gefunden. Ich bin ein ganz einfacher, doch leidenschaftlicher Alltagsbegleiter.

Seit 2010 schreibe ich kontinuierlich und habe meinen Schreibstil weiter entwickelt. Meine Themen sind mannigfaltig: Ich schreibe über das Leben. Wie jeder Schreiberling – denn Schriftsteller, geschweige den Dichter – kann und will ich mich noch lange nicht nennen. Bescheidenheit ist und bleibt meine Zier!

Natürlich schreibe ich auch über die Liebe, aber auch über Leid und Krankheit. Zum Beispiel über Demenz. Zudem habe ich mich der sanften Erotik verschrieben. Durch meine Lesungen habe ich mir in meiner Region einen kleinen Namen gemacht. So sagt man mir nach, ich hätte eine angenehme, sonore Stimme, die meinen Lesungen etwas Besonderes verleihen.

Immer wieder werde ich aufgefordert, doch endlich ein Buch zu veröffentlichen. Diesen Schritt möchte ich jetzt Schritt für Schritt wagen … Mir geht es dabei wedder um Profit noch um Annerkennung. Ich möchte etwas hinterlassen! Meine Kinder sollen einmal sagen können: „Unser Vater war ein Dichter, ein Poet. Er brachte sich nie vom Wege ab!“

Menschen kommen dir entgegen,
schauen grimmig drein.
Auch wenn du lächelst nur verlegen,
ein Lächeln kann so einfach sein.
So, eines hast du nun erreicht,
ein kleines Lächeln ist so leicht!